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FrühlingVoll im Saft stehen

Blick auf die Baumkronen eines Waldes, umgeben von frischem, grünem Laub und klarem, blauem Himmel. Die Sonnenstrahlen scheinen durch die Blätter und schaffen eine friedliche, natürliche Atmosphäre.

Im Frühjahr erwachen unsere Lebensgeister. Organe, die dem Frühling zugeordnet werden, nehmen Unterstützung jetzt besonders gut an.

Die Organuhr

Unsere Organe sind zu bestimmten Uhrzeiten besonders aktiv. Nach den traditionellen Medizinlehren wird ihr Meridian dann verstärkt von der Lebenskraft Qi durchströmt. Zwölf Stunden später beginnt die jeweilige Ruhephase. Treten Beschwerden immer zur gleichen Zeit auf, kann das ein Hinweis auf das entsprechende Organ sein.


Die Leber hat ihre stärkste Aktivität von 1 bis 3 Uhr nachts und ihre Ruhezeit von 13 bis 15 Uhr. Die Gallenblase ist von 23 bis 1 Uhr am aktivsten und ruht von 11 bis 13 Uhr.

Ein medizinisches Diagramm, das die verschiedenen Organe und Meridiane im menschlichen Körper darstellt. Die Organe sind in einem Kreis angeordnet, darunter Leber und Galle, zusammen mit anderen Organen wie Magen, Lunge und Niere. Die Grafik ist zur Visualisierung der energetischen Meridiane in der traditionellen chinesischen Medizin konzipiert.
(Aus „Die Meisterkräutertherapie“ von Wolfgang Schröder)

Die ersten Triebe an den Bäumen sind ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Winter vorbei ist. Ob der Frühling in den traditionellen Medizinlehren deswegen dem Element Holz entspricht?

Es passt jedenfalls gut, symbolisiert Holz doch Erwachen, Erneuerung und Wachstum. Es steht außerdem für neu belebte Kreativität und Umsetzungskraft, für das wiedererwachende Körpergefühl und für stärker werdende Muskeln. Denn auch Organe werden traditionell den Jahreszeiten bzw. den Elementen zugeordnet.

Neben Muskeln und Sehnen spielen im Frühling Leber und Gallenblase die Hauptrollen. Wie die Bäume, die endlich wieder in vollem Saft stehen, ist die Leber eng mit dem freien Fluss von Blut und Energie verbunden. Da sich unser zentrales Entgiftungsorgan von den Schlacken des Winters befreien möchte, arbeitet unsere Leber im Frühling am stärksten.

Nützen wir jetzt auch die Frühjahrsenergie, um typischen Holz-Leitsymptomen – wie Krämpfe, plötzlicher Schwindel, Migräne, Regel- und Spannungsschmerzen – auf den Grund zu gehen und zu lösen.

Regelmäßige Dehnübungen sind in der Holz-Zeit ideal. Wir können dadurch Verspannungen reduzieren und Schmerzen vorbeugen. Unsere Lebensenergie kommt wieder in Fluss und lässt uns dem Alltag mit mehr Vitalität begegnen.

(Aus LEBENSELIXIER, Ausgabe 10, Frühling 2018)

Leber-Heilpflanzen

Mariendistel

Die „Meisterin des Blutflusses" ist dafür bekannt, die Leber zu schützen und zu regenerieren. Ihr Wirkstoff Silymarin fängt freie Radikale ab, wodurch Zellgifte unschädlich gemacht werden. Zudem werden Zellgifte wie Alkohol aus den Leberzellen verdrängt oder gar nicht erst aufgenommen.

Illustration einer Pflanze mit Blüten und grünen Blättern auf braunem Hintergrund, geeignet für botanische Studien.

Erdrauch

Unsere Leber ist sehr empfänglich für negative Emotionen wie Wut und Ärger. Erdrauch, der „Meister der Weitsicht”: hilft uns zu entspannen. Zudem reguliert er den Gallenfluss und lindert Menstruations- und Spannungsschmerzen, die auf Leber und Galle zurückzuführen sind.

Eine handgezeichnete Illustration eines Zweigs mit gefiederten Blättern auf braunem Hintergrund. Die Pflanze zeigt eine Vielzahl von Blattformen und ist detailliert ausgearbeitet, was ihre natürliche Struktur betont.

Galle-Heilpflanzen

Löwenzahn

Als „Meister der Gewebeentgiftung" löst Löwenzahn eingelagerten Ballast und Wasseransammlungen. Dadurch wird das gesamte Bindegewebe gereinigt und entlastet. Gleichzeitig regt er die Produktion der Verdauungssäfte an. Wir haben wieder Appetit und können alles besser verdauen.

Illustration einer Löwenzahnblume mit gezackten Blättern auf beige Hintergrund. Die Blume hat einen runden, gelben Kopf und einen langen Stängel.

Pfefferminze

Die „Meisterin der Entscheidungen" wirkt stark kühlend - auch auf den Kopf Darüber hinaus versteht sie es, Verdauungsstörungen zu lindern. Bei krampfartigen Gallenbeschwerden fördert die antibakterielle Pfefferminze die Gallensaftproduktion und sorgt für das problemlose Abfließen der Säfte.

Illustration einer Pflanze mit langen, dünnen Stängeln und grünem Blattwerk auf einem braunen Hintergrund, möglicherweise eine Minze oder ähnliche Kräuterart.